Warum einen Makler beauftragen?

Entscheidend für die erfolgreiche Vermarktung Ihrer Immobilie ist der marktgerechte Preis.

Wird der Preis zu niedrig veranschlagt, verschenken Sie bares Geld.

Ist der Preis zu hoch angesetzt, trifft Ihr Angebot auf keine Nachfrage. Die Immobilie „dümpelt“ in der Folge über Wochen auf dem Markt dahin. Schrittweise wird der Preis zurückgenommen. Mitunter auch der Anbieter gewechselt.

Dabei wird das Objekt beschädigt, etwa indem Folgendes passiert:

Jemand ist durchaus an Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung interessiert. Aber zu einem marktgerechten Preis. Ist dieser dann nach mehreren Reduzierungen erreicht, sieht der Interessent seine Zeit gekommen. Er weiß um die wochenlangen Bemühungen und versucht dies jetzt für sich zu nutzen, indem er ein nochmals reduziertes Angebot abgibt. Oft ist der Verkäufer dann so unter Druck, zeitlich und/oder auch psychologisch, dass er froh ist einen Käufer gefunden zu haben.

Genau hier ist die Verantwortung eines seriösen Maklers.

Ein erfahrener Makler „lebt“ Tag für Tag den Immobilienmarkt, indem er permanent Angebot und Nachfrage verfolgt, Verkäufer und Käufer zusammen führt. Wer sollte daher besser als ein Makler wissen, was der Markt „her gibt“?

Warum passiert es dann aber dennoch, dass auch Maklerangebote im Preis reduziert werden?

Zum einen ist es so, dass der Verkäufer mitunter nicht bereit ist, seine Preisvorstellung dem Markt anzupassen:
An dem Haus hängt sein „Herzblut“. Was hat er alles über die Jahre in das Haus "rein gesteckt"! Und mit wie viel Liebe wurde alles gepflegt ...

Doch für den Verkaufserfolg entscheidet allein der Marktwert!

Zum anderen kommt es vor, dass Makler widerspruchslos den Erstpreis des Verkäufers akzeptieren, nur um sich den Auftrag zu sichern. Mitunter reden weniger seriöse Kollegen dem Verkäufer gar „nach dem Mund“, wecken falsche Hoffnungen, nur um den Auftrag zu erhalten.

Es geschieht aber auch, dass der Verkäufer wider besseren Wissens nach dem „Prinzip Hoffnung“ darauf besteht, dass der Makler es erst einmal zu den Preisvorstellungen des Anbieters probiert.

Wir als RE/MAX-Makler haben eine umfassende Ausbildung und besitzen als Makler jahrzehntelange Erfahrungen auf dem Immobilienmarkt im Allgemeinen und in der Region im Besonderen.

Sie als Verkäufer können von uns erwarten, dass wir Ihnen fundiert begründen, was für einen Preis Ihre Immobilie am Markt erzielen kann. Das unterscheidet die „Makler-Bewertung“ von manchem Wertgutachten, besonders nach dem Sachwert. Leider erleben wir es öfter, dass Gutachten bei Kunden Preis-Hoffnungen wecken, die am Markt nicht realisiert werden können. Umso größer ist dann die Enttäuschung.

Die Provision des Maklers errechnet sich nach dem Verkaufserlös. Damit hat der Verkäufer die Gewähr, dass ein gestandener Makler, der nicht Tag für Tag „ums Überleben kämpft“, die Immobilie nicht zum „Schleuderpreis“ anbietet – sondern eben marktgerecht!


Zur Anregung einige Überlegungen zu aktuellen Entwicklungen am Markt:

Heute werden Immobilien weniger unter repräsentativen Gesichtspunkten erworben, sie sind mehr zum Konsumgut und Gebrauchsgegenstand geworden. Historisch wurde ein Haus wie eine Investition betrachtet mit den Gedanken, es wird immer mehr Wert und eines Tages ist es die eigene Altersvorsorge, respektive das Heim für die Kinder. Zwischenzeitlich haben sich die Mobilität der Kinder sowie die Bautechnik und die Ausstattung der Häuser stark weiter entwickelt. In der Realität gewinnt nur das Land an Wert, während das Haus altert und an Wert verliert.
Durch den Energiepass sind Interessenten auf das Hausalter sensibilisiert. Fenster, Dämmungen, Heizung etc. werden genauer nachgefragt und beachtet, spätestens im Finanzierungsgespräch bei der Bank kommen diese Kriterien zur Sprache. Insofern vollzieht sich ein weiterer Preisverfall bei Bestandsimmobilien aus zurückliegenden Jahrzehnten.

Auch die Nachfrage hat sich verschoben: Gesucht werden moderne Wohnungen mit Lift, Tiefgarage und guter fußläufiger Infrastruktur, weniger nachgefragt sind große Häuser. Das Angebot ist anders: Es sind viele Objekte am Markt, die aus Altersgründen von den derzeitigen Eigentümern abgegeben werden. Alle diese Verkäufer möchten sich entlasten und eine wie vorstehend beschriebene Wohnung kaufen.
Dies erklärt die steigenden Preisen bei modernen Wohnungen und nachgebende Preise bei den älteren Häusern. Zu den laufenden Kosten eines Hauses werden zunehmend auch die Instandhaltungs- und Gartenpflegekosten gerechnet, da diese Arbeiten oft nicht mehr vom Eigentümer selbst geleistet werden, sondern gegen Bezahlung erledigt werden (siehe steigende Anzahl der Gartenbaubetriebe in den letzten Jahren).

Durch die wachsenden Mobilitätsanforderungen des Arbeitsmarktes geht dem Immobilienmarkt zunehmend Kaufkraft verloren, denn Arbeitnehmer bleiben flexibler, wenn Sie eine Immobilie mieten statt kaufen. Die Arbeitnehmer, die kaufen, achten auf eine marktgängige Immobilie (z.B. eine Doppelhaushälfte bis 300.000 Euro mit bis zu 400 m² Grundstück, nicht älter als 10 Jahre, helle Ausstattung und moderner Grundrisse), da sich diese auch schnell weiter verkaufen lässt.

Auch wenn es für uns einfacher ist, den Preis zu nennen, den Sie als Kunde hören möchten, wäre dies nur kurzfristig gedacht. Da arbeiten wir lieber ehrlich und langfristig orientiert. Damit verbunden ist ein Verkaufspreis, mit dem wir nachhaltig Interessenten gewinnen können und das gemeinsame Ziel – den Verkaufserfolg – erreichen.